Achtsamkeit

Achtsamkeit

Achtsam zu sein bedeutet vollkommen im Moment zu sein und das was man tut und empfindet mit all seinen Sinnen bewusst zu erfahren. Man ist weder mit seinen Gedanken in der Vergangenheit, noch fürchtet man sich vor einer vermeintlich ungewissen Zukunft. In der Achtsamkeit sind wir gegenwärtig und erleben  alles „voll“ und daher fühlt es sich auch wertvoll an. Wenn wir achtsam sind werten und urteilen wir nicht und je öfter wir uns in dieser Fähigkeit üben, desto leichter wird sie uns fallen. Und ich wage zu behaupten desto glücklicher wird man.

Achtsamkeit praktizieren

Gegenwärtigkeit bedeutet Glück, vor allem wenn wir im Hier und Jetzt leben und unser Leben und Glück nicht auf Vergangenes oder Zukünftiges projizieren wollen. Ferner schärfen und schulen wir durch Achtsamkeit unsere Sinne, werden körper- und selbstbewusster. Wir lernen zu genießen und die Freuden des Alltags sensibler zu erkennen.  Wir entdecken unsere Fantasie neu was uns ungeahnte Möglichkeiten aufzeigt.

Achtsamkeit ist ein Segen in einer schnelllebigen Zeit,  die uns erden kann. Wir sind ausgeglichener, achten besser auf uns, essen gesünder und ruhen wenn wir es für notwendig erachten. Wir erkennen und achten die Bedürfnisse unserer Seele und unseres Körpers und leben und lieben im Moment.

Wie werde ich achtsamer?

Doch wie wird man achtsamer? Das ist eigentlich nicht so schwierig, bedarf aber sich einzulassen und die vielleicht störenden Gedanken, die anfänglich aufkommen zu „tolerieren“. Achtsamkeit ist Konzentration auf den Moment. Probieren sie es, halten Sie einen Moment inne und beobachten Sie was gerade ist. Wie sie sich fühlen, was sie machen, was sie hören, sehen, schmecken etc..Unser Verstand wird dann vielleicht einspringen und das Ganze als „sinnlos oder „Zeitverschwendung“ titulieren, wer aber den Mut hat, dies zunächst als kleines „Störfeuer“liebevoll anzunehmen wird glücklicher werden. Achtsamkeit ist sogar so „toll“, dass wir uns wenn wir Sie praktizieren feststellen werden, dass wir zu jedem Zeitpunkt unendlich glücklich sein dürfen und können.

Übungen für mehr Achtsamkeit
Alltagstätigkeiten

Werden Sie bei sogenannten Alltagstätigkeiten bewusster. Wenn Sie etwas tun, was Sie normalerweise automatisiert tun, wie z.B. Zähneputzen, versuchen Sie anstatt währenddessen gedanklich schon den Tag zu planen, sich gänzlich auf das zu konzentrieren, was Sie im Augenblick tun. Das heißt, versuchen Sie an nichts anderes zu denken und konzentrieren Sie sich gänzlich auf Ihre Tätigkeit und Ihre Sinneswahrnehmungen. Wie fühlt es sich an? Wieviel Druck üben Sie aus? Wie schmeckt die Zahnpasta? Wie fühlt sich Ihr Zahnfleisch an?                                                                                                                  All das mag zunächst vielleicht banal oder lächerlich klingen, ist es aber nicht. Wenn wir den aktuellen Moment zu dem wichtigsten machen, was wir haben (er ist es sowieso schon, ob wir uns dieser Tatsache bewusst sind oder nicht) leben wir quasi in der Fülle. Unser Problem ist es allerdings, dass wir den Moment oft gar nicht bewusst wahrnehmen, sondern in unseren Gedanken gefangen sind. Wir überlegen, planen, wiegen ab, leben in der Vergangenheit oder in der Zukunft. All das lenkt uns ab und sorgt dafür, dass wir den Moment nicht genießen können. Wer es aber durch Achtsamkeit schafft jeden erlebten Moment zum Genuss zu machen, der lebt erfüllt. Verliebte beispielsweise sind oft sehr achtsam, sie genießen jeden Moment, Alltägliches wird zur Freude.

Also probieren Sie es aus, tun Sie etwas was Sie sonst routinemäßig und unbewusst erledigen mit all Ihrer Aufmerksamkeit, Konzentration und Liebe. Sie werden merken es lohnt sich.

Schalten Sie Ihre Sinne ein

Um achtsamer zu werden, hilft eine kleine Übung: halten Sie kurz inne und nehmen Sie Ihre Sinneswahrnehmungen einmal ganz bewusst wahr:

  • Was hören Sie im Moment?
  • Was sehen Sie?
  • Was riechen Sie ?
  • Was fühlen Sie (taktil)?
  • Was schmecken Sie?

Wenn wir diese Übung häufiger machen, werden wir sensibler für uns und unsere Umwelt. Wir nehmen mehr wahr und erkennen auch unsere eigenen Bedürfnisse besser. Wir merken dann auch schneller wenn wir von äußeren Reizen überfordert werden. Außerdem können wir durch das stille Beobachten so viel Neues und Schönes entdecken.

Werden Sie sich Ihrer Gedanken bewusst

Halten Sie gerade in stressigen Situationen einmal inne und machen sich bewusst was Sie eigentlich denken. Oft werden es leider keine aufbauenden Gedanken sein, sondern eher kritische oder druckmachende Aussagen. Das ist prinzipiell nicht verwerflich, denn wir reagieren auf schwierige oder stressige Situationen mit bestimmten Denk- und Gefühlsmustern, die jedoch oft wenig förderlich für unser Wohlbefinden sind.
Machen wir uns aber bewusst was wir denken, können wir besser verstehen warum wir uns beispielsweise fühlen, wie wir uns fühlen. Wir sollten uns für unsere Gedanken nicht verurteilen, aber die Chance nutzen diese ggf. durch ermutigendere Gedanken zu ersetzen.

Vorteile von Achtsamkeit
  • Sie haben weniger das Gefühl, dass Ihnen das Leben und Ihre Zeit entrinnt
  • Ihre Sinne werden geschärft, Sie nehmen mehr wahr
  • Sie werden sich Ihrer Denk- und Verhaltensmuster bewusst und können diese ändern
  • Sie gehen entspannter mit Stress um
  • Sie sind nachsichtiger mit sich und anderen
  • Sie lernen sich weniger mit Ihren Gedanken zu identifizieren
  • Sie werden selbstbewusster
  • Sie spüren sich wieder selbst und entdecken Freude und Glück im Alltag und in kleinen Dingen
  • Sie können besser loslassen und genießen

Dies sind einige von vielen Beispielen und eigentlich doch eine tolle Sache das mit der Achtsamkeit.

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