Unterschied zwischen Spaß und Freude

Glück

Schon als Kind habe ich mich gefragt warum wir eigentlich die Dinge tun, die wir tun und was der Sinn unseres Lebens ist. Ich bin damals für mich zu dem Schluss gekommen, dass wir das meiste tun, um uns gut zu fühlen und um letztendlich glücklich zu sein. Es gibt inzwischen erfreulicherweise auch einen Forschungszweig, der sich mit dem Glück beschäftigt und versucht, obwohl es sich um eine sehr individuelle Sache handelt, Allgemeingültiges festzuhalten.

Können wir Glück erzwingen?

Bei aller Beschäftigung mit dem Glück sollte man sich allerdings klar machen, dass der ständige und verkrampfte Wunsch glücklich zu sein, wie bei fast allem was wir versuchen zu erzwingen, uns eher unglücklich macht, als das er förderlich ist.

Es gibt sicherlich einige Eckpfeiler eines glücklichen Lebens wie z.B. gute Beziehungen zu unserer Familie und Freunden, ein als sinnvoll und erfüllend erlebter Beruf, eine gute Gesundheit und nicht zuletzt sportliche Aktivität. Auch eine positive Einstellung zum Leben, bei der das Leben als Herausforderung und nicht als Problem gesehen wird, Urvertrauen und eine optimistische Sicht auf die Zukunft sind weitere hilfreiche Glückskomponenten.  Ferner kann das Gefühl Kontrolle über sein Leben zu haben und Positives im eigenen Leben bewirken zu können, eine wichtige Grundlage für Glück sein, eine Garantie für Glück ist dieser Punkt, wie alle anderen zuvor aber nicht. Unser Denken und für wie glücklich wir uns selber erachten ist entscheidend.

Glücks-Förderer

Es gibt kein Rezept für das Glück, aber einige Eckpfeiler die helfen um glücklicher durch das Leben zu gehen

  • eine gutmütige vertrauensvolle Einstellung zum Leben
  • eine positive Grundeinstellung
  • das Gefühl seines Glückes „Schmied“ zu sein
  • enge und gute Beziehungen zu Familie und Freunden
  • eine gute Gesundheit
  • eine Tätigkeit, die uns Sinn und Erfüllung gibt
  • Glaube (an welche Instanz auch immer)
  • sportliche Aktivitäten
  • Achtsamkeit
  • die Möglichkeit ein freies und selbstbestimmtes Leben zu führen

Dies sind einige Eckpfeiler, die unser Glück fördern.

Macht Geld glücklich?

Finanzielle Sicherheit und Unabhängigkeit sind zwar schön, allerdings sind diese Dinge so lange wir ausreichend zum Leben haben und für unsere Grundbedürfnisse gesorgt ist, nicht entscheidend. Wir sind insgesamt glücklicher wenn wir flexibel sind und auch mit ungünstigen Entwicklungen gut leben können. Anpassungsfähigkeit und Resilienz sind hier wichtige Stichworte, da wir nicht immer beeinflussen können was uns passiert und wie unser Leben verläuft.

Die Hoffnung durch mehr Geld glücklicher zu werden, hat mehr mit unserer Angst und dem Unbehagen vor einer ungewissen Zukunft zu tun, als dass es Ausdruck von Vertrauen ist. Es ist ferner ein Trugschluss zu glauben, dass uns finanzielle Unabhängigkeit all unsere Sorgen nehmen wird. Geld kann prinzipiell etwas Tolles sein. Mit Erfolg kommen jedoch auch neue Verpflichtungen, Sorgen und Nöte hinzu. Das heißt keineswegs, dass wir nicht finanzielle Unabhängigkeit und Erfolg anstreben sollten, es bedeutet aber, dass der Wunsch nach Geld und Sicherheit nicht die einzigen Motivatoren sein sollten. Glücklich werden wir vor allem dann, wenn wir bei dem, was wir tun Freude empfinden. Das gilt auch für unseren Beruf! Diese Idee ist leider vielen fremd und die Arbeit wird als ein notwendiges Übel gesehen um sein Leben fristen zu können. Dies ist fatal und leider gleichbedeutend mit der Vergeudung unserer wertvollen Lebenszeit.

Um glücklicher zu werden sollten wir uns von einigen Glücks-Zerstörern fernhalten

Glücks-„Zerstörer“
  • sich ständiges Sorgen machen
  • das leben in der Vergangenheit oder Zukunft
  • unreflektierter Konsum von Medien jeglicher Art
  • sich mit „toxischen“ Menschen umgeben
  • es immer allen Recht machen zu wollen
  • das Nachgehen einer Tätigkeit, die wir im Grunde hassen
  • sich schuldig fühlen
  • immer auf Nummer sicher gehen, nie etwas für die eigenen Wünsche tun oder riskieren
  • stets auf das achten, was andere sagen oder denken könnten

Dies sind nur einige wenige aber entscheidende Bespiel dafür, wie wir uns eigenes Glück verhindern oder sabottieren.

Resilienz

Glück bedeutet nicht das Fehlen schwieriger Umstände, denn es ist schier unmöglich, das Leben und die Dinge in diesem zu kontrollieren und genau vorherzusagen was passieren wird. Die Kunst ist es trotz widriger Umstände und Unsicherheiten vertrauensvoll und erfüllt durch das Leben zu gehen. Im Artikel Resilienz erfahren Sie mehr hierzu.

Sind wir hingegen in der Lage selbstbestimmt und selbstbewusst in die Zukunft zu schauen, merken wir wie wir uns unmittelbar besser fühlen werden.

Wir sind glücklich wenn wir im Einklang mit uns sind

Wenn das, was wir denken, fühlen und tun zusammenpasst und grundsätzlich positiv ist, sind wir besonders glücklich. Das bedeutet beispielsweise, dass wir authentisch, autark und gleichzeitig einverstanden mit uns sind. Wir denken dann beispielsweise Gutes über uns, fühlen uns dann entsprechend positiv gestimmt und agieren aus diesem Gefühl der Annahme und des Selbstbewusstseins auch in einer positiven Weise und erschaffen im besten Fall damit auch im Außen etwas, was unseren inneren Überzeugungen entspricht.

Entspannen Sie sich einfach, Glück kann man nicht erzwingen. Wenn Sie versuchen ständig glücklich zu sein und sic verkrampfen, werden Sie definitiv unglücklich.

Gibt es eine Formel für Glück?

Nein die gibt es leider nicht.

Wie bereits beschrieben gibt es zwar objektive Eckpfeiler für ein glückliches und erfülltes Leben, aber Menschen und Umstände sind zu verschieden, als dass man alle über eine Kamm scheren könnte. Neben unserer Veranlagung zufälligen „guten oder schlechten“ Umständen, ist die positive Erkenntnis, dass wir zu einem gewissen Teil „unseres Glückes Schmied“ sind und aktiv etwas mit unserem Denken und Tun in unserem Leben verändern können. Mit Achtsamkeit können wir zudem unsere Sinne schärfen und damit Glückmomente besser erkennen und genießen.