Motivation

Fast jeder kennt sie, die Tage an denen man eigentlich so viel vor hatte, sie sinnvoll mit einer Menge Dingen und Vorhaben nutzen wollte, man aber letztendlich doch nur auf der Couch geblieben ist und nichts Produktives hinbekommen hat. Gelegentlich solche „Hänger-Tage“ zu haben ist vollkommen normal und auch gesund. Wir brauchen Zeiten des Leerlaufs um uns zu entwickeln, auf neue Gedanken und Ideen zu kommen, oder um uns einfach nur zu erholen.

Werden solche Tage allerdings zur Regel und wir spüren wie uns unser Glück und Leben „ungelebt und ungenutzt“ entrinnt, ist es Zeit sich zu fragen was man besser machen kann. Ein wichtiger Schritt dahin ist die Erkenntnis, dass man sich nur in den seltensten Fällen „danach fühlen“ wird etwas anderes zu tun und sich sozusagen nicht „hängen zu lassen“.

Was ist damit gemeint?

Wir beginnen mit etwas Gewünschtem oft nicht weil wir uns im aktuellen Moment nicht „danach fühlen“. Wir sind zu müde, zu gelangweilt, zu unmotiviert oder haben nicht genug „emotionale Vorstellungskraft“ um zu erkennen, dass sich dies durch die geplante Aktion ändern könnte. Außerdem haben wir Angst, dass sich das Geplante als Flop, langweilig oder anderweitig sinnlos entpuppen könnte. All dies sind vielleicht berechtigte Zweifel, allerdings nehmen wir uns, wenn wir untätig bleiben, die Möglichkeit viele Erfahrungen zu machen, die uns eines Besseren und vor allem „Guten“ belehren.

Das schwierigste und vielleicht fast die einzige Problematik ist hierbei die anfängliche Motivation. Je mehr wir überlegen wann, warum und wie wir etwas tun sollten, desto eher werden wir damit nicht beginnen. Denn unser Verstand wird eine ganze Menge Ausreden finden, die uns zurückhalten. Motivation ist also kein Selbstläufer.

Um dieser Tatsache zu entgehen gibt es nur einen Weg: Augen zu und durch. Einfach mal beginnen, nicht hadern, nicht zögern oder zweifeln. Die Devise ist tun! Die Motivation folgt dann. Wenn man dann merkt, dass etwas nichts für einen ist, kann man immer noch aufhören. In den meisten Fällen wird es aber nicht so sein, zumeist wird man sich, wenn man sich anfänglich motivieren konnte, besser fühlen.

Das mehr tun und weniger Zögern und Hadern funktioniert ganz natürlich in Situationen in denen wir „mehr Fühlen und weniger Denken“. Wer beispielsweise frisch verliebt ist, wird sich beschwingt und enorm motiviert fühlen, ohne dass er sich rational zu etwas motivieren muss.

Das „weniger überlegen“ ist in fast allen Lebensbereichen sinnvoll, egal ob wir einen neuen Job haben wollen, sportlicher werden wollen oder eine gute Beziehung anstreben. Es bedeutet keineswegs kopflos zu handeln, sondern einfach nur mehr zu tun und weniger zu denken. Und wenn wir mal auf unser bisheriges Leben zurückschauen, werden wir feststellen, dass viele gute Sachen in unserem Leben heute nicht da wären, hätte wir nicht die anfängliche Motivation gehabt und etwas einfach nur getan.

Motivation: Einige Tipps
  • wenn Sie etwas haben oder tun wollen, tun Sie es einfach ohne lange zu zögern
  • gehen Sie ruhig kalkulierte Risiken ein, -sofern Sie nicht Haus und Hof oder Ihre Gesundheit riskieren, lohnt es sich Neues zu wagen-
  • warten Sie nicht erst bis Sie sich „danach“ fühlen
  • gewöhnen Sie sich an, kontinuierlich an einen gewünschten Ziel zu arbeiten
  • treten Sie bewusst hier und da aus Ihrer Komfortzone heraus

Insgesamt sollten wir uns genau überlegen warum wir Dinge erreichen wollen und was die tieferliegende Motivation hinter unseren Wünschen ist.

Eine intrinsische positive Motivation ist dabei immer besser als die „Angst“ vor etwas.

Wollen wir erfolgreich sein weil wir damit etwas bewirken und unseren Talenten Ausdruck verleihen wollen, oder nur weil wir unsicher sind und die Bestätigung der anderen suchen? Wollen wir Geld verdienen um weitere Projekte anzugehen, wohltätig zu sein, andere zu unterstützen und Ihnen eine Freude zu machen, oder weil wir Angst vor einer ungewissen Zukunft haben? Oft wird die positive Motivation die stärkere sein und mit welcher von beiden Intentionen wir ein glücklicheres und entspannteres Leben führen können, liegt auf der Hand.

Wer kontinuierlich und motiviert an etwas arbeitet, dass ihm wichtig ist, stärkt zudem sein Selbstbewusstsein und erlebt sich als selbstwirksam. Alles wünschenswerte Nebeneffekte.

Ich wünsche allen neben klaren Visionen auch eine Menge „anfängliche Motivation“.

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