Aktivität

Aktivität

„Wir sind nicht nur für das Denken gemacht“, eine vielleicht gewagte aber sicherlich interessante These für unser Lebensglück.
In einer Gesellschaft, in der die körperliche Arbeit zunehmend durch Modernisierung und Digitalisierung in den Hintergrund rückt und viele Menschen „Ihrem Körper“ entfremdet sind und unsicher durch die immer noch plastische und reale Welt tapsen, lohnt es sich hierüber nachzudenken. Die Informationsgesellschaft, zu der wir werden, hat eine Menge Vorteile mit sich gebracht, deren Vorzüge oft unglaublich praktisch und nicht von der Hand zu weisen sind, hat uns gleichzeitig aber in anderen Bereichen träge und mürbe gemacht. In einer Welt, in der uns schier unendliche Optionen offen zu stehen scheinen, haben immer mehr Menschen Schwierigkeiten damit sich zu entscheiden und Dinge beherzt anzugehen. Wir bleiben dann oft im Stadium des Nachdenkens und der Entscheidungsfindung stecken, schaffen es aber nicht wirklich aktiv zu werden oder in „die Puschen zu kommen“. Das beginnt damit, dass wir nicht wissen was wir anziehen sollen, ob wir heute an die frische Luft gehen sollen oder nicht, was wir im Restaurant bestellen  und endet mit für unser Leben wegweisenden Entscheidungen wie Berufswahl, Partnerwahl etc..

Wir bekommen oft von der Gesellschaft suggeriert, dass es die eine richtige Entscheidung gibt und wir sie nur unter der Fülle an Informationen finden und uns „richtig“ entscheiden müssen. Ein subtiler aber doch enormer Druck. Die Möglichkeit falsch zu liegen und sich für die vermeintlich falsche Option zu entscheiden, hemmt viele massiv. Dann wird aus geplanter Aktivität leider Passivität.

Aber was können wir tun?
Weniger hadern mehr entscheiden

Manchmal lohnt es sich, sofern die Konsequenzen nicht existentiell oder lebensbedrohlich sind, einfach mal „zu tun“ und aktiv zu werden. Zügig und beherzt getroffene Entscheidungen sind oft die richtigen und wenn sie sich im Nachhinein als doch nicht richtig erweisen sollten, können wir sie immer noch korrigieren. Probieren Sie es demnächst einmal. Treffen Sie Ihre nächste Entscheidung, auch wenn es sich dabei um eine Kleinigkeit handeln sollte ohne lange zu hadern.

Hier macht die Übung den Meister, wer bewusst auch die kleinen Entscheidungen im Leben beherzt und mutig trifft, wird weniger Schwierigkeiten bei den entscheidenden haben.

Körperliche Aktivität

Auch körperliche Aktivität befreit uns und lässt uns unsere Fähigkeiten und Talente erkennen. Wir sind körperliche Wesen und es gibt wenig traurigeres als Menschen, die mit sich und Ihrem Körper nichts anzufangen wissen. Das bedeutet nicht, dass wir alle zu grazilen Tänzern oder Leistungssportlern werden müssen, aber ein gesundes Verhältnis zum eigenen Körper mit einem gewissen  Körpergefühl sind enorm bereichernd. Attraktivität ist ein „Beiprodukt“ der sportlichen Betätigung. Wir sollten daher Gelegenheiten nutzen uns körperlich zu betätigen und zu „spüren“, was unser Körper alles kann. Damit sind keinesfalls Dinge wie Sportsucht, Fitnesswahn oder vollkommene Verausgabung gemeint. Alles was und Freude macht, darf sein.
Körperliche Aktivität schützt auch vor zu viel Grübelei und „auf der Stelle treten“.

Das nächste Mal wenn es Ihnen schlecht geht, die zu lange grübeln oder Sie sich nicht entscheiden können:

  • gehen Sie an die frische Luft, bewegen Sie sich, tun Sie etwas um aus der „Gedankenspirale auszusteigen
  • wenn die Konsequent keine dramatische ist: entscheiden Sie einfach. Was könnte schlimmstenfalls passieren?
  • probiere Sie neue Aktivitäten und Hobbys
  • treten Sie bewusst aus Ihre Komfortzone
  • tun Sie etwas, was Sie schon immer tun wollten, dass Ihnen aber Respekt einflößt (nur so können Sie sich entwickeln)
  • bleiben Sie neugierig, fragen Sie!
  • denken Sie nicht darüber nach was andere denken könnten, nur Sie sind Ihr eigener Richter

Denken Sie daran, am Ende Ihres Lebens bereuen Menschen eher Dinge, die sie nicht getan haben und Aktivitäten, die sie nicht gewagt haben. Wir merken oft spät, dass es im Grunde genommen vollkommen gleichgültig ist was anderen denken, wenn etwas unseren eigenen Wünschen entspricht.

Aktivität ist wesentlicher Bestandteil eines erfüllten und glücklichen Lebens. Wie es um ihr generelles Glückslevel steht, können Sie hier im „Sind Sie glücklich? Test“ austesten.

Mut zu Fehlern

Nur wenn wir bereit sind Fehler zu machen und trotz unserer Ängste und Unsicherheiten zu agieren, werden wir im Leben gleich ob es sich dabei um unser privates Glück oder unseren beruflichen Erfolg handelt, weiterkommen. Wer aus Angst vor Fehlern inaktiv bleibt, hat von Anfang an verloren. Die Welt gehört den Aktiven, die sich nicht durch ein drohendes Scheitern entmutigen lassen und beherzt beginnen ihr Leben in die Hand zu nehmen und Ihren Träumen entgegenzuschreiten!

Nur wer als Konsequenz seiner Gedanken auch aktiv wird kann etwas bewegen, was letztendlich etwas im eigenen Leben bewegt!

4 Kommentare

  1. Ein sehr schöner Beitrag. Wenn uns der Mut fehlt, Entscheidungen zu treffen, dann hilft eine Sache häufig: Stell dir selbst die Frage, was das Worst Case Szenario ist. Das Worst Case Szenario ist bei den meisten Entscheidungen des Lebens verdammt lächerlich in Anbetracht der Zeit, die wir für die Entscheidungsfindung opfern. Einfach machen und auf dem Weg lernen, mit den Konsequenzen einer Entscheidung umzugehen. Wir können ohnehin nicht alles im Detail abwägen.
    Danke für den Beitrag. Im Übrigen ist der Blog visuell sehr ansprechend, Gratulation dafür.
    Herzlichst,
    Waldemar

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