Soziale Ängste Prüfungsangst

Soziale Ängste: Prüfungsangst

Viele von uns leiden an einer ganze Reihe an zum Teil unterschiedlichen Ängste, die sich in Ihrer Essenz darin begründen, dass wir soziale Wesen sind und trotz aller Bestrebungen nach Individualität unterbewusst oft konform sein wollen. Das ist nicht wertend und prinzipiell alles andere als ein Zeichen von Schwäche. Das Gefühl von Zugehörigkeit ist ein wichtiger Halt für uns und je mehr wir uns mit anderen und der Welt um uns verbunden fühlen, desto erfüllter und glücklicher sind wir. Wenn uns aber nun droht dieses „Gemeinschafts- und Angenommenheitsgefühl“ zu verlieren, bewegt das viele von uns mehr als es uns lieb ist.

Es gibt einer Reihe sozialer Ängste die in speziellen Situationen auftreten zu diese gehören beispielweise

Die Prüfungsangst

Nahezu jeder, der schon einmal eine Prüfung ablegen musste, wird sie in der ein oder anderen Form kennen.

Die Angst

·       beurteilt zu werden

·       vor einem Black-Out

·       durchzufallen

·       die Angst sein „Gesicht zu verlieren“

·       die Angst vor der Reaktion der „anderen

Prüfungen sind oft Ausnahmesituation. Wir müssen uns unter einem gewissen Druck beweisen, zeigen was wir wissen oder wie intelligent und gut wir sind und schlichtweg funktionieren. Es ist nur normal wenn uns bei dem Gedanken daran etwas unwohl wird. Wenn sich diese Angst aber ins Unermessliche steigert, uns nicht schlafen oder essen lässt, unsere Grundbedürfnisse zu kurz kommen und wir unser „anderes Leben“ vernachlässigen, stimmt etwas nicht und es wird Zeit zum einen zu ergründen warum wir uns so fühlen und zum anderen etwas zu tun um unsere Situation zu verbessern.

Dabei gilt es zu beachten, dass wir Prüfungen auf unserem Lebensweg nicht entgehen können und dass viele davon zum Teil große Bedeutung für unseren Lebensweg haben. Daher ist die Angst wie bereits erwähnt oft nur natürlich und prinzipiell nicht verurteilenswert.

Aber keine Prüfung ist es wert uns das Leben im wahrsten Sinne des Wortes zur Hölle zu machen und unser „Wohl und Wehe“ gänzlich von Ihrem Ausgang abhängig zu machen. Eine gesunde Anspannung kann uns motivieren und zu Höchstleistungen anspornen ein „Zuviel“ jedoch uns mehr als nur lähmen.

Wer unter starker Prüfungsangst leidet sollte sich neben einer selbstverständlichen guten Vorbereitung einige entscheidende Fragen stellen:

  • ist meine Angst berechtigt, bin ich objektiv so unvorbereitet, dass ich ein „Scheitern“ schwer befürchten muss?
  • wäre es wirklich so schlimm wenn ich durch eine Prüfung falle, gibt es objektivierbare persönliche oder berufliche Konsequenzen?
  •  was liegt hinter meiner Angst? Zum Beispiel eine zu starke Abhängigkeit vor der Meinung der anderen im Falle eines „Versagens“?
  • kann ich die Prüfung problemlos und zeitnah wiederholen?
  • was glaube ich, dass es über mich aussagt, wenn ich durchfalle?
  • kann ich aktiv etwas gegen meine Prüfungsangst tun, z.B. Erlernen von Entspannungstechniken 

Nichts und niemand ist es wert, dass wir uns langfristig schlecht und unwohl fühlen. Wichtig ist es die Gründen zu erkennen und ggf. an Stellen wo wir aus Unsicherheit überreagieren etwas zu adjustieren. In jedem Fall wirksam ist die Stärkung unseres Selbstbewusstseins und Selbstwertes. Zudem ist es erleichternd sich klar zu machen, dass Enttäuschungen und Niederlagen Teil eines gelebten Lebens sind und wir statt diese aus Angst zu meiden, aus ihnen lernen und wachsen können. Das Leben ist eine schöne Herausforderung und unsere Spielwiese um Freude, Liebe und unsere Talente zu leben und nicht um uns vor der weniger wichtigen Meinung der anderen über uns zu fürchten. In diese Sinne viel Erfolg und Lebensglück!

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